Rückblick, Auswertung, Gedanken

Nach 633 Tagen kommt wir mit unserem Fahrzeug, das uns sicher über gute Strassen und durch schwieriges Gelände gefahren hat, wieder an unserem Ausgangsort in Goldau an.

Auf südamerikanischem Boden haben wir 43'000km zurückgelegt und viele Höhenmeter überwunden.

 Die Abbildung zeigt eindrücklich, wie oft es auf- und abwärts ging. Das hat das Reifenprofil unter das erlaubte Minimum schrumpfen lassen, die Bremsbeläge sind dünner geworden und die Stossdämpfer haben ausgedient.

 

Unser Weg durch Südamerika, dargestellt auf Google Maps und Google Earth

 

 Weitere Zahlen zu unserer Reise:

 

Anzahl Tage auf südamerikanischem Boden: 489
Verbrachte Nächte im Reisemobil: 497
Gefahrene km mit Reisemobil Duro: 45'450
Verbrauchte Liter Diesel: 9396
Durchschnittlicher Preis in sFr. pro Liter Diesel: 0.94
Gefahrene km mit Rollstuhl: 858
Tiefste Aussentemperatur: -14 Grad
Höchste Aussentemperatur am Schatten: 38 Grad
Anzahl besuchte Länder in Südamerika: 9
Anzahl Grenzübertritte: 30
 

Für Übernachtungsplätze haben wir im Durchschnitt sFr. 3.55 bezahlt. 335 Mal haben wir gratis übernachtet. Über dem Durchschnitt lagen die Preise in Chile und Peru.

 

Am günstigsten war der Liter Diesel in Ecuador, mit ungerechnet sFr. 0.256, am teuersten in Uruguay mit sFr. 1.83.

 

Oft interessiert es, was bei einer solchen Reise an Kosten anfallen. Das Diagramm zeigt, wofür wir Geld ausgegeben haben. Darin sind auch die beiden Rückflüge in die Schweiz enthalten.

Wir haben auch berechnet, wie viel uns ein Tag in den einzelnen Ländern gekostet hat. In diesen Zahlen sind die Kosten für die  Schiffsreisen über den Atlantik, die beiden Besuche in der Schweiz, und nicht Ländern zuzuordnende Fahrzeugkosten (Ausbau, Reparaturen, Versicherungen, Abschreibung) nicht enthalten.

Das war unsere Südamerikareise. Wir sind dankbar, das Privileg zu haben, eine solche Reise machen zu können. Viel durften wir sehen und erleben, fast immer hatten wir schönes Wetter, von Krankheiten, Unfällen und gravierenden Pannen sind wir verschont geblieben. Für all das sind wir sehr dankbar.

 

Vieles wird uns in guter Erinnerung bleiben. Vielen nette Leute durften wir kennen lernen, die uns in der einen oder anderen Form weiter geholfen haben. Durch sie haben wir so viel über das Leben, die Probleme und die Unterschiede zwischen den Ländern Südamerikas erfahren. Mit vielen Auswanderern haben wir gesprochen und die ganze Bandbreite kennen gelernt, von solchen die auf keinen Fall mehr nach Europa  zurückkehren möchten bis zu solchen, die verzweifelt nach einem Weg zurück suchen. Wir haben Freundschaften geschlossen und hoffen, sie weiterhin aufrecht erhalten zu können.

 

Sehenswürdigkeiten, Landschaften, Tiere, Erlebnisse, Fakten, Zusammenhänge bereichern unseren Geist, aber es sind die Menschen, die wir in unsere Herzen geschlossen haben.

 

Beide haben wir die Zeit genossen und das enge Zusammenleben hat uns weiterhin fest miteinander verbunden. Das Abenteuer hat sich gelohnt und wir sind um viele Erfahrungen reicher geworden.

 

Margrit und Peter Scherrer, 8. Juli 2013